Nahtoderfahrungen

Zum 23.09.2017 - dem Erscheinen des Sonnenweibs - von URSULA HUNDEMER

Fünf Nahtod-Erfahrungen und ihre Folgen

 

Mit 38 Jahren erlebte ich auf einer Reise Ende 1987 innerhalb von 3 Wochen vier Nahtoderfahrungen: Nach einer schnellen Passage durch einen dunklen Tunnel erlebte ich beim Eintauchen in das helle goldgelbe Licht an seinem Ende, dass ich bedingungslos, also ohne Wenn und Aber geliebt bin! Das hatte ich noch nie zuvor erlebt: Ich fühlte mich gebadet in dieser Liebe. Von dort 'oben' sah ich dann, dass meine Begleiter unten sich fürchterlich über meinen Zustand - ich lag am Boden vor einem flackernden Kaminfeuer - aufregten, was ich nicht wollte, so dass ich wieder zurück ging, um ihnen zu sagen, dass es mir doch gut gehe. Sie sahen das allerdings anders, und ich wurde mit Blaulicht in das Medical Center der New York University eingeliefert. Dort hatte ich einen Tag später die 2. Nahtoderfahrung, ebenso schön, und ich kam noch weiter in dieses hellgoldgelbe Licht. Das dort gefühlte, bedingungslose Angenommensein verführte mich dazu, zu überlegen, ob ich nicht einfach dort bleiben könne. Aber, so fühlte ich dann, dort zu bleiben lag noch nicht an. Den Gedanken: „Danach könnte ich süchtig werden!“ nahm ich mit zurück ins Krankenhausbett. Bei der 3. Nahtoderfahrung, einige Tage später, fühlte ich dann, dass mir mein Leben gezeigt werden sollte, und ich war sehr gespannt. Vor mir entrollte sich langsam ein Papyrus, aber der war und blieb jungfräulich hell. Es stand nichts geschrieben! Die Botschaft war: Ich hatte mit dem, wozu ich auf die Erde gekommen war, noch gar nicht angefangen!

 

Das war nicht von irgend einer Strafe bedroht – mir jedoch unendlich peinlich. Wie war das nur möglich? Wo ich doch immer nur das getan hatte, was alle anderen auch tun, und zwar erfolgreich: Ausbildung, Karriere, Ehe, ein schönes, sicheres, interessantes Leben haben … Diese Erfahrung brachte mich in den Tagen darauf sehr zum Nachdenken.

 

Unser Bewusstsein stirbt nicht beim Tod und Hinübergehen

ins Jenseits - und wir müssen uns dort dem stellen,

was wir auf der Erde taten, und was es bewirkte.

 

Bei der vierten Nahtoderfahrung, einige Tage nach einer OP, und wie bei den beiden voran gegangenen im Krankenhaus an einem Überwachungsmonitor hängend, kam ich wieder durch diesen mir nun schon gut bekannten Tunnel, jedesmal schien es ein bisschen schneller zu gehen, und dann in das strahlende, hellgoldgelbe Licht, und damit auch in diese gefühlte bedingungslose Liebe, nach der ich so gerne süchtig werden wollte. Aber dann sah ich vor mir, wie im Scherenschnitt, scharz auf goldenem Grund, den Tod in seiner leibhaftigen Gestalt. Er hatte einen schwarzen knielangen Umhang an, auf dem Kopf einen schwarzen Dreispitz, an dem eine lange Feder wippte; über die Schulter gelehnt trug er eine Sense. Ich sah, wie er dabei war, die gerade Verstorbenen, die ihn umgaben, und die er überragte, einzusammeln. Lange und intensiv schaute er mich an, und ich fühlte: Ich muss mich nun entscheiden - entweder mit ihm zu gehen, oder endlich zu tun, wozu ich auf die Erde gekommen war. Einen Augenblick lang überlegte ich, ob ich ihn fragen soll, um was es denn dabei gehe, denn das wusste ich nicht. Aber, so fühlte ich dann, das zu fragen lag nicht an. Ich entschied mich, nun endlich zu tun wozu ich hier her gekommen bin. Noch einen langen Moment schaute er mich intensiv an, wie um mir klar zu machen, das nur ja nicht wieder zu vergessen. Dann drehte er sich langsam um, wurde kleiner, und zog mit den gerade Verstorbenen, wie ein Schäfer mit seinen Schafen, auf eine niedere pontonartige schwarze Brücke zu, die in die goldene Tiefe des Bildes führte.

Ich hatte gerade die Augen wieder geöffnet und den Freund, der an meinem Bett saß, gefragt, ob er mit bekommen habe, dass ich gerade etwas Außergewöhnliches erlebt habe, als die Zimmertür aufflog und eine Schwester im Rahmen stand. Als ich ihr den Kopf zudrehte, staunte sie, lächelte dann, und zog sich leise auf Zehenspitzen zurück.

 

Ein paar Wochen später war ich zurück in Deutschland. Schon des öfteren hatte ich zuvor im Leben gefühlt und gedacht: Ich habe etwas zu tun – aber ich weiß nicht was! Auch jetzt wusste ich noch immer nicht, um was es zu gehen hatte – aber ich musste diesen meinen Beschluss, endlich zu tun, wozu ich hier her auf die Erde gekommen war, unbedingt umsetzen. Das war mir vollkommen klar. Und da ich selbst nicht wusste, um was es nun in meinem Leben zu gehen hatte, war mir auch klar, dass mir das weder mein Mann, noch ein Professor, welcher Fakultät auch immer, würde sagen können. Deshalb entschied ich mich, fortan nur noch das zu tun, was sich in mir als nächsten zu tuenden Schritt stimmig anfühlte – indem ich immer wieder vor mir selbst bekräftigte: Ich will tun, wozu ich hier her gekommen bin!

 

Staunend erlebte ich, dass mein Leben nach dem stimmigen Gefühl für den nächsten zu tuenden Schritt mir große innere Sicherheit gab, und mein Leben so nicht nur an Fahrt gewann, sondern auch eine ganz neue Richtung nahm. Natürlich setzte das voraus, dass ich auch ehrlich umsetzte, was sich stimmig anfühlte, dass ich nicht schummelte, auch wenn etwas anderes verlockender aussah, mehr Sicherheit versprach, oder mehr positives Feedback bei anderen, oder mehr Geld.

Ich staunte auch über das sichere Wissen in mir, "dass ich schon immer so gewesen war"! Das führte natürlicherweise zu der Frage, wieso ich nicht schon vorher (also vor den Nahtoderfahrungen) so gelebt hatte - und warum auch kaum sonst jemand so zu leben schien - obwohl ich doch in den anderen wahrnehmen konnte, dass diese Fähigkeit auch in ihnen war. Zuerst nahm ich sogar an, dass sie diese Fähigkeit nur nicht wahrnehmen wollen, bis dass ich mit der Zeit und durch viele Erfahrungen in immer wieder anderen Lebenssituationen, in angestellten und freiberuflichen Jobs, an immer wieder anderen Orten, auch im Ausland, und so mit immer wieder anderen Menschen, alle diese Blockaden, die das SELBST überlagern, entdeckte. Sie finden Sie auf der nächsten Seite: Unbewusstes - dargestellt.

 

Eine Nahtoderfahrung erlebte ich bereits im Alter von ca. 10 Jahren; auch sie erinnere ich genau was den Anlass, den Inhalt und ihre Folgen angeht. Danach war ich eine zeitlang sehr fromm, gefördert von zwei alten katholischen Tanten. Aber das wurde mir bald wieder durch die übliche Erziehung zum Mitmachen bei dem, was alle tun, abgewöhnt.

 

Ich habe keinen Grund, zu verschweigen, dass ich bei dieser 29,5jährigen Forschung Führung von sechs Jenseitigen, einer von ihnen war der frühere Schweizer Analytische Psychologe C. G. Jung, erhielt - für die ich sehr dankbar bin. Ohne diese jenseitige Unterstützung wäre es NICHT möglich gewesen, alle zu machenden Erfahrungen, um diese Ergebnisse vorlegen zu können, mutig angehen zu können und heil zu überstehen. Wir alle erhalten solche jenseitige Unterstützung; den meisten ist das jedoch noch nicht bewusst. Mehr darüber auf der Seite: Bedingungslose Liebe.

 

2004 sagte mir C. G. Jung durch das inzwischen hinübergegangene Tieftrance-Medium Mira Kudris, dass mir durch meine Begegnung mit dem Jenseits und mit dem Tod ein Zugang zum Unbewussten eröffnet worden sei, und dass einem Menschen so auch bewusst würde, was in ihm ist - und dass das, was meine Seele suche, das sei, wovon Gott wolle, dass es die Menschen wissen sollen.

 

Dieser Zugang zum persönlichen und kollektiven Unbewussten erlaubte mir, ab 1988 Zusammenhänge mit angeborener Linkshändigkeit und Folgen der noch kulturüblichen Umerziehung zu erforschen, und mich selbst auf meine angeborene Linkshändigkeit zurück zu schulen, indem ich bewusst die mit einer Linkshändigkeit einher gehende rechte Gehirnhemisphärendominanz trainierte und mit links schrieb, wodurch meine rechte Gehirnhemisphäre, die sich sonst eher in Bildern ausdrückt, Worte erhielt. Dabei machte ich vielfältige Erfahrungen, wie dieses Fühl-Denken an den Tag brachte, was in mir war, mir aber zuvor nicht bewusst gewesen war, und so gefundene Lösungen in sich ökologisch, ganzheitlich und mitfühlend waren, also allen und allem dienten. Diese neue Art des Denkens war die Grundlage für alles weitere.

 

Denn indem das Gehirn anders herum dominant benutzt wird, als in der bestehenden Kultur üblich, kehren sich Werte und Motivationen um - vom berechnenden Ego zur ganzheitlichen Sicht, die dringend benötigt wird, um Ursachen von Chaos zu durchschauen und ganzheitliche Lösungen an deren Stelle zu setzen.

 

Umerziehungen zum angeblich 'guten' Rechtshänder fanden in der Vergangenheit milliardenfach zuhause, in Kindergärten und Schulen welttweit mit Gewalt, Verführung und Manipulation statt. Nach meiner eigenen Rückschulung auf meine angeborene Handlungs- und Gehirnhemisphärendominanz gab ich diesbezügliche Erkenntnisse an die Öffentlichkeit durch Publikationen, Vorträge, Selbsthilfegruppen, Workshops, TV- und Radioauftritte, Webseiten, Mailings und viele viele Briefe an Politiker, Theologen, Wissenschaftler, Pädagogen und andere Autoritäten des bestehenden Systems weiter. Damit neugeborene Linkshänder nicht umerzogen werden, arbeitete ich sogar mit Hebammen. In dieses Engagement floß mein gesamtes Vermögen. 1996 veröffentliche ich DAS FINDBUCH: "wir haben zu wenig echte LINKSHÄNDER" (Ulla Laufs).

 

Auch die anderen auf der Seite Unbewusstes dargestellten Themen / Blockaden erarbeitete ich durch Selbst-Erfahrungen und mit jenseitiger Führung, wodurch ich für jeden selbst umsetzbare Lösungen entwickeln konnte. Erkenntnisse gab ich ab 2000 auch auf meinen Webseiten: www.linkshaender-info.de, dann: www.maat-jetzt.de, ab 2008 auf: www.sonnenweib.de weiter.

 

Mein Leben nach dem im Angesicht des Todes gefassten Entschluss: "Ich will tun, wozu ich hier her gekommen bin!" führte und führt immer weiter zu wichtigen Erkenntnissen, die über mich hinaus reichen. Da es viele Menschen gibt, die noch nicht wissen, wie sie zu dem finden, wozu sie eigentlich hier her auf die Erde kamen, ermutige ich jeden, diesen Satz auch für sich selbst anzuwenden.

 

  • Menschen mit solchen besonderen Erfahrungen, wie ich sie habe, und mit der Fähigkeit, Probleme zu transzendieren, sollen gehört werden.

 

Jeder Mensch ist ein Künstler.

Joseph Beuys

© Ursula Hundemer, 2017 - last update: 2017-09-17